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Niedersachsentag: Junge Union will kommunale Mandate verdoppeln

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Tilman Kuban bleibt JU-Landeschef

In einer kämpferischen Rede schwor Kuban vor seiner Wahl die 600 Delegierten und Gäste des Niedersachsentages auf die nächsten Monate ein. So will die Junge Union ihre Mandate verdoppeln. »Unser Ziel sind 400 Mandate und wenn wir gemeinsam doppelt Gas geben, dann werden wir es schaffen!«, so Kuban.

Zum 50. Jubiläum des Jahrestreffens in Vechta standen die Wahlen des Landesvorstandes im Fokus. So wählten die Delegierten Tilman Kuban aus Barsinghausen mit 82 Prozent erneut zum Landeschef der größten politischen Jugendorganisation zwischen Ems und Elbe.
Den Landesvorstand komplettieren Alexander Krause (Buxtehude), Malte Stakowski (Melle) und Stefan Weidelich (Vechta) als stellvertretende Landesvorsitzende, Friederike Franke (Berne) als Landesschatzmeisterin, Max Lemm (Uelzen) als Landespressesprecher, sowie die Beisitzer Pascal Albers (Papenburg), Jonas Bickschlag (Friesoythe), Sebastian Bornmann (Göttingen), Benjamin Müller (Sulingen), Maximilian Oppelt (Hannover), Mareike Paul (Bohmte), Enrico Przybilla (Salzgitter), Reent Reents (Wittmund) und Marcel Schmidt (Osterode).

Neben der Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Landwirtschaftsstaatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth MdB konnte die Junge Union Niedersachsen auch den ehemaligen Ministerpräsidenten und Europa-Politiker David McAllister begrüßen. Mit deutlichen Worten nahm McAllister Stellung zu so manchen »Stammtisch-Diskussionen« in Niedersachsen: »Ein Patriot liebt seine Heimat und er liebt sein Land, aber er stellt sein Land niemals über andere Länder. Es ist ein himmelweiter Unterschied zwischen einem Patrioten und einem Nationalisten. Wir haben im 20. Jahrhundert unsere Erfahrungen mit dem Nationalismus gemacht und wir wollen so etwas nie wieder haben.«

Zur Flüchtlingssituation beschloss die Junge Union ein Thesenpapier des Landesvorstandes, in dem man sich für mehr »Ein-Euro-Jobs« für Flüchtlinge, die konsequente Abschiebung und eine dafür nötige Änderung des Abschiebeerlasses der Landesregierung, sowie ein Sofortprogramm von 1.000 neuen Polizisten aussprach. Zudem müsse auch die Bundesagentur für Arbeit bereits jetzt Sozialarbeiter für die Integration der anerkannten Asylbewerber einstellen.

Sinnbildlich für das landwirtschaftlich geprägte Oldenburger Münsterland beschloss die Junge Union Leitanträge zu den Themen »Du bist, was du isst« und »Stadt und Land – Hand in Hand«. Darin fordert der CDU-Nachwuchs unter anderem eine erweiterte Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, um die Aufklärung des Verbrauchers zu stärken. »Wir werden das Vertrauen der Menschen in die heimische Landwirtschaft nur zurückgewinnen, wenn sich auch die Landwirte neuen Entwicklungen öffnen und ihr Handeln anpassen.«

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